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European Marches against Unemployment - News and Archives


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Org.-Empf. : EuroMarsch-L@mail.comlink.apc.org
Weiterleiter owner-euromarsch-l@mail.comlink.apc.org
Betreff    : 6.Bundeskoordination Euromarsch
Datum      : Do 26.03.98, 20:49  (erhalten: 29.03.98)
Groesse    : 10673 Bytes
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Protokoll von der 6.Bundeskoordination in Wiesbaden, am 28.2.
anwesend: 20 Personen
1: Bundesweite Aktionstage - Auswertung
Berichte aus Dresden, Düsseldorf, Münster, Mannheim, Hameln, Duisburg, 
München, Stuttgart, Berlin, Oberhausen, Stralsund, Wiesbaden, Frankfurt/M, 
Rems-Murr-Kreis, Hameln.
Vielerorts haben Euromarsch-Gruppen bzw. Einzelpersonen in den Aktionstagen 
eine aktive Rolle übernommen. Nicht immer tritt dabei Euromarsch jedoch 
in Erscheinung, manchmal weil identisch mit örtlichem Bündnis, manchmal 
weil es, wie in Frankfurt, Wiesbaden oder Stuttgart Euromarsch als Gruppe 
nicht gibt, nur als Einzelpersonen.
Kollegen von AC! sprechen an den Aktionstagen in deutschen Städten. In 
Vorbereitung des 2.Aktionstags hat es in Frankreich Solidaritätskundgebungen
vor deutschen Einrichtungen gegeben. Vertreter deutscher Erwerbshin gehen, 
wo die Verantwortlichen für die Situation sitzen.
Absehbar war auch, daß mehr Kontakte zu Betrieben gesucht werden, wo 
Entlassungen anstehen.
Im Ergebnis der Berichtsrunde ergab sich eine Diskussion über den Vorschlag 
der Hannoveraner Koordination der Erwerbsloseninitiativen (26.2. - 
einberufen von der Bielefelder Koordinierungsstelle), die Aktionstage 
der Erwerbslosen mit einer bundesweiten Demonstration am 11.9. (ein 
Freitag) abzuschließen. Die Koordinierungsstelle hat eine solche 
Demonstration bereits angemeldet. Auf dem Treffen in Hannover hatten 
wir mit unserem Vorschlag, die Demonstration der Erwerbslosen im Mai/Juni 
durchzuführen, dafür im September eine gemeinsame Demonstration aller 
sozialen Kräfte gegen die Regierung, kein Gehör gefunden.
In Anbetracht dessen und in Anbetracht der Tatsache, daß nicht klar war, 
wie auemonstration im Herbst vor den Wahlen.
Die Bundeskoordination hat sich auch dafür ausgesprochen, der ALV möge 
eine Initiative für eine gesamtdeutsche Konferenz aller 
Erwerbsloseninitiativen ergreifen. Der Verbandstag des ALV ist Ende März.
2. Bericht von den Vorbereitungen zur Brüsseler Konferenz und zu Cardiff 
(s.Anhänge zum letzten Protokoll)
Dh ihnen anschließen.
3. Aktion Arbeitszeitverkürzung gegen Arbeitslosigkeit" in Erfurt, am 
25./26.April
Pitt (Ob) berichtet über den Stand der Vorbereitungen. DGB-Kreis und ALI 
in Erfurt sind bereit, uns zu beherbergen und sich inhaltlich an der 
Vorbereitung zu beteiligen. Die ALSO gehört mit zum Erstunterzeichnerkreis.
Es wurde ein Brief des Vorstands der GHK aläufe gibt:
* die Europäische Konferenz für Vollbeschäftigung nach dem Aufruf von Ken 
Coates u.a., am 8./9.Mai in Berlin;
* der Arbeitskreis Arbeitslosigkeit vom Hauptvorstand der IG Medien.
Über ersteres sind wir informiert, über letzteres wollen wir uns 
informieren. Selbstverständlich werden beide Initiativen zum Erfurter 
Treffen eingeladen, und wir werden umgekehrt, soweit dies möglich ist, 
uns an den anderen Initiativen beteiligen. Die 
Ruhr-Kollegen haben eine Antwort an die GHK übernommen, aus der hevorgehen 
soll, daß unsere Initiative seit Frühherbst 97 feststeht und wir sie 
nicht in Konkurrenz mit anderen sehen. Wir streben den Austausch an.
Das Verhältnis zu anderen Initiativen soll auf der Konferenz thematisiert 
werden.
Die Erfurter Konferenz bezweckt, zum einen
* einen Beitrag zu leisten zur Vorbereitung der Sondertagung der IG Metall 
im Mai über Arbeitszeitverkmsetzung der Beschlüsse der Brüsseler Konferenz 
hinsichtlich einer europaweiten Kampagne bis Mitte 99 zu diskutieren.
(s.Programm im Anhang. Benutzt es bitte, um für die Veranstaltung zu 
werben!!!)
Unter den Aufruf zur Konferenz sollen Unterschriften gesammelt werden.
4. Vorbereitung der Gipfel-Treffen 1999
Der EU-Gipfel findet Mitte Juni 1999 statt.
Der Weltwirtschaftsgipfel findet Ende Juni 1999 statt.
Zunächst gab es eine Debatte darum, ob wir die Form der Märsche zur 
Mobilisierung zum EU-Gipfel wiederholen sollen. Namarschierende geben 
soll, oder ein Stafellauf sein soll.
Zur weiteren Vorbereitung dieser Frage wie auch der Frage, welche 
Aktivitäten es zum EU-Gipfel geben soll, wurde eine Arbeitsgruppe  
Aktion 99" ins Leben gerufen. Sie besteht aus: Berthold (Wi), Ralf (Mü), 
Jürgen (Waib), Ankönnte. Vorschlag: Dazwischen 
themenbezogene Aktionstage gestalten, die von verschiedenen, rund um 
Köln gelagerten Orten (durchaus grenzübergreifend, sodaß europäische 
Aktionstage daraus entstehen) gestaltet werden. Wird der weiteren 
Diskussion unterbreitet.
5. Neuer Arbeitsausschuß
Vom alten Arbeitsausschuß sind seit dem Sommer viele nicht mehr gekommen; 
dafür haben sich andere in die Aktivitäten eingeklinkt, die bisher nicht 
vertreten waren (Brandenburg und Sachsen z.B.).
Die bisherige Struktur (pro Großregion zwei) soll beibehalten werden. Die 
Regionen klären bis zum nächsten Mal, wen sie für den Arbeitsausschuß 
vorschlagen wollen.
Zur Erinnerung sei hier noch einmal genannt, in welche Regionen wir uns 
das letzte Mal aufgeteilt hatten (dafür gab es jeweils zwei Vertreter):
Berlin/Os diesem Zusammenhang über das Delegiertenprinzip gesprochen. 
Es ist klar, daß bei der sehr unterschiedlichen Struktur der Gruppen ein 
solches Prinzip nicht formal durchzuhalten ist. Die Vorbesprechungen vor 
Ort werden deshalb nur teilweise den 
Charakter von Wahlen haben; andernteils wird es so se lautet:
Bundesbüro Euromarsch, c/o Arbeitslosenverband Berlin/Mitte
Rosenthaler Str. 13, 10119 Berlin. 
Tel. und Fax und Anrufbeantworter: 030-2806581.
Anrufe außerhalb der Bürozeiten bitte nach 16 Uhr, da wir uns das Büro mit 
dem ALV teilen.
Bürodienst Berlin: dienstags und donnerstags nach Vereinbarung; freitags 
14-19 Uhr.
Bürodiensttermine werden auch in Ol-16313.
Diese Regelung gilt für das Jahr 1998. Es bestand Konsens, daß unsere 
Bürokräfte für die Vorbereitungen der Aktionen 1999 erheblich verstärkt 
werden müssen.
Die Bundeskoordination hat den Arbeitsausschuß beauftragt, sich bis zur 
nächsten Sitzung Gedanken über die Stärkung des Berliner Büros zu machen.
7. Finanzen
Es wurde ein Finanzplan für 1998 erstellt. Aus dem ergibt sich:
1. Die Infopost der Bundeskoordination kann künftig nur noch gegen eine 
Kostenbeteiligung verschickt werden. Der Infobrief erscheint im Rhythmus 
der Bundeskoordinationssitzungen und Konferenzen (ca. 8mal im Jahr)
Die Koordination hat sich auf folgende Staffel geeinigt:
* Erwerbstätige bzw. gutverdienende Einzelpersonen und Gruppen sollen 
im Monat 5 DM zahlen;
* Erwerbslose 2 DM.
Wer gar kein Geld hat, aber ein Aktivist ist und deshalb auf die Infos 
angewiesen, soll sich mit dem Bundesbüron mindestens 2 DM monatlich 
(wer mehr kann, zahlt mehr). Aus diesem Betrag bestreiten wir unseren 
Mitgliedsbeitrag für Deutschland in Höhe von an die europäische 
Koordination.
3. Die regionalen Verteiler werden verstärkt.
4. Wir müssen dafür sorgen, daß Erwerbslose an den Koordinationssitzungen 
teilnehmen können. Die Gruppen sollen sich um örtliche 
Finanzierungsmöglichkeiten bemühen. Wo Reisen wegen zu hohen Kosten zu 
scheitern drohen, soll dies dem Büro gemeldet werden.
Es sollen dann Patenschaften organisiert werden.
5. Wir bemühen uns um ein abzugsfähiges Spendenkonto beim ALV.
8. Aktionszeitung 1.Mai
Wir wollen - sofern wir eine Finanzierung dafür finden - am 1.Mai wieder 
eine 4-seitige Euromarsch-Zeitung herausgeben, im Format wie die vom 
letzten Jahr.
Redaktion: Jakob (Wi), Uwe (Ffm), Angela (Bln), Christian (Bützow).
Bitte beim Büro rechtzeitig bespfel statt. Die österreichischen 
Euromarsch-Leute wünschen sich Unterstützung aus Deutschland. Am 10.10. 
soll es in Wien eine Demonstration geben und einen Gegengipfel  gegen 
die Globalisierung". 
Die Regionen Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen werden 
gebeten, mit den Österreichern Kontakt auszunehmen.

Europäische Konferenz gegen Erwerbslosigkeit - 18./19.April 1998 
auf Initiative der Europäischen Märsche gegen Erwerbslosigkeit, 
ungeschützte Beschäftigung und Ausgrenzung - in der Freien Universität 
Brüssel, 50, avenue Franklin Roosevelt.
Starke Bewegungen der Erwerbslosen, vor allem in Frankreich und in 
Deutschland, verleihen derzeit dem Kampf gegen die Plage, die alle 
europäischen Länder befallen hat, eine neue Dimension. Diese Bewegungen 
stellen eine Herausforderung dar, werfen das Problem ihrer Koordinierung 
und Ausweitung auf Gewhicksal sind. 
Im Februar 1997 hatten sich zur 1.Brüsseler Konferenz Erwerbslose, 
Beschäftigte in ungeschützten Verhältnissen und GewerkschafterInnen 
getroffen. Sie verabschiedeten ein Forderungsprogramm  und beschlossen 
die  Europäischen Märsche" nach Amsterdam, wo sich am 14.Juni 1997 
50.000 Menschen zu einer Demonstration einfanden.
In diesem Jahr, am 18. und 19.April 1998, werden wir in Brüssel 
zusammenkommen, um eine Bilanz der Mobilisierungen zu ziehen, unsere 
Erfahrungen auszutauschen, die Politik der EU und der Regierungen der 
EU-Länder kritisch zu analysieren und in allen grundlegenden Fragen 
Alternativvorschläge zu unterbreiten, vor allem in Hinblick auf 
Arbeitszeiten, Einkommen usw.  Wir wollen Initiativen ergreifen, die dem 
Ausmaß der heutiäftigungspolitik und Arbeitszeitverkürzung
	3. Soziale Sicherheit und Mindesteinkommen
	4. Die Mobilisierungen, vor allem die Arbeitslosenbewegungen in 
Frankreich und Deutschland. Koordination der Kämpfe, auch mit anderen 
europäischen Ländern.
	5. Die Akteure der sozialen Bewegungen - Verhältnis zwischen 
Erwerbslosenbewegungen und Gewerkschaften
	6. Zeitplan der Aktionen und Initiativen
18.30-20 Uhr: Abendessen
20.30 Uhr: Redaktionskommissionen, Diverses
Sonntag, 19.4.:
9 Uhr: Plenum, Bericht der Kommissionen, Vorstellung der Anträge, Debatte, 
Beschlüsse.
12 Uhr: Ende der Konferenz
13 Uhr: Mittagessen
Foren:
1) Die Verträge
Vorstellung der und Debatte über die Verträge, die Entscheidunr allem die 
Kapitel über Beschäftigung, Ausgrenzung, sozialen Rechte. Der Übergang 
zur Europäischen Währungsunion, die Arbeitsplatzverluste, die 
voraussichtlich im öffentlichen und privaten Sektor damit verbunden sind.
2) Beschäftigung
Schaffung  von Arbeitsplätzen, Verkürzung der Arbeitszeit (gesetzliche 
Höchstarbeitszeit, Flexibilisierung, Zwangsarbeit...)
3) Soziale Sicherheit
Einkommen und soziale Mindeststandards.
4) Mobilisierungen
Analyse der Erwerbslosenbewegungen in Frankreich und Deutschland. 

Koordiven
Anmeldungen bitte an: Marches Européennes Belges, rue Potagère 103, 
B-1210 Bruxelles. Tel. 00322-2233533; Fax: 00322-2233982.
Teilnehmende aus dem Ausland müssen die Reisekosten zahlen, nicht die 
agungskosten. Schlafsäcke für die Übernachtung  mitbringen. 
DolmetscherInnen werden dringend gesucht. 


Contact:
"Marches europeennes contre le chomage, la precarite et les exclusions"

104, rue des Couronnes
F-75020 Paris France
Tel : +33 1 44 62 63 44
Fax : +33 1 44 62 63 45
E-mail : marches97@ras.eu.org
URL: http://www.mygale.org/02/ras/marches/


Contact: "AC!", France, Voice/Fax: +33-1-43495037, e-mail: aguiton@sud.unions.eu.org.


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Last Modified: April 17, 1998